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Eigentümer können Schornsteinfeger frei wählen

Eigentümer können Schornsteinfeger frei wählen

 

Seit dem 01.01.2013 können Hauseigentümer in Deutschland frei bestimmen welcher Schornsteinfeger oder zugelassene Handwerksbetrieb mit entsprechender Qualifikation ihnen künftig auf das Dach steigt, oder die Heizung prüft.  

Ab diesem Zeitpunkt haben Eigentümer dann auch die Pflicht wichtige Fristen selbst im Auge zu halten. Zum Nachweis hat der Gesetzgeber ein Formblattverfahren vorgeschrieben.

Hauseigentümer die einen neuen Schornsteinfeger – Kaminkehrer beauftragen, müssen ihrem bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger rückmelden, dass die vorgeschriebenen Kehr- und Überprüfungsarbeiten entsprechend dem Feuerstättenbescheid fristgerecht erledigt wurden.

Wichtig: Gehen die Formulare nicht rechtzeitig bis zu 14 Tage nach dem Ende der vorgegebenen Frist ein, ist der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfegermeister verpflichtet, das der zuständigen Verwaltungsbehörde mitzuteilen. Die Behörde erlässt dann einen Zweitbescheid der über 100 Euro kosten kann. Kommt der Eigentümer seiner zweiten Frist ebenfalls nicht nach, muss die Behörde den Bezirksschornsteinfeger mit der Zwangsreinigung bzw. Zwangsüberprüfung beauftragen. Hierfür entstehen sehr schnell Kosten in Höhe von mehreren 100 Euro.

Festgelegt sind die Fristen der gesetzlich vorgeschriebenen Kehr- und Überprüfungsarbeiten im sogenannten Feuerstättenbescheid, den Sie von Ihrem bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger erhalten.   

Schornsteinfegerarbeiten für die die Eigentümer keine Wahlfreiheit haben, sind sogenannte hoheitlichen Aufgaben, die nur vom zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister bzw. bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger durchgeführt werden dürfen. Hierfür schreibt der Gesetzgeber die Gebührenhöhe fest.

Hierzu gehören:

  • Die Führung des Kehrbuchs mit der Kontrolle, ob die vorgeschriebenen Schornsteinfegerarbeiten durchgeführt wurden,
  • die Durchführung von anlassbezogenen Überprüfungen,
  • die Durchführung der Feuerstättenschau zweimal im siebenjährigen Vergabezeitraum einschließlich der Prüfung der Betriebs- und Brandsicherheit der Anlagen,
  • die Ausstellung von Bescheinigungen zu Bauabnahmen nach Landesrecht und                                          
  • die Durchführung von Ersatzvornahmen, wenn Eigentümer ihren Reinigungs-, Überprüfungs- oder Messpflichten nicht nachkommen.
   
   
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